{"id":1507,"date":"2026-09-08T17:26:57","date_gmt":"2026-09-08T15:26:57","guid":{"rendered":"https:\/\/mathphys.info\/?page_id=1507"},"modified":"2026-09-14T14:12:53","modified_gmt":"2026-09-14T12:12:53","slug":"stura-historisch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unshitmyfuck.mathphys.info\/home\/geschichte\/stura-historisch\/","title":{"rendered":"StuRa \u2013 Historisch"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#990000&#8243; custom_margin=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;20px||20px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.17.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;10px||16px||false|false&#8220; custom_css_main_element=&#8220;margin:auto;&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_font=&#8220;|700|||||||&#8220; header_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; custom_margin=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<h1 class=\"entry-title\" style=\"text-align: center;\">StuRa \u2013 Historisch<\/h1>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row make_equal=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.17.6&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; custom_margin=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; animation_style=&#8220;slide&#8220; animation_direction=&#8220;top&#8220; animation_intensity_slide=&#8220;2%&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_css_main_element_last_edited=&#8220;on|tablet&#8220; custom_css_main_element_tablet=&#8220;display: flex;||flex-direction: column-reverse;&#8220; custom_css_main_element_phone=&#8220;display: flex;||flex-direction: column-reverse;&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<p>Der<span>\u00a0<\/span><em>StuRa<\/em><span>\u00a0<\/span>ist das zentrale legislative Organ der VS. Seine Mitglieder bestehen sowohl aus entsendeten Fachschaftsvertretern als auch aus von Studierenden direkt gew\u00e4hlten Listenkandidaten.<br \/>Die<span>\u00a0<\/span><em>RefKonf<\/em>, welche fr\u00fcher als \u201eAStA\u201c (Allgemeiner Studierendenausschuss) bekannt war, wird vom StuRa gew\u00e4hlt und gliedert sich in 2 Vorsitzende, die Beschl\u00fcsse des StuRa ausf\u00fchrenden Referate und autonome Referate, welche die Selbstvertretung benachteiligter Studierender wahrnehmen.<\/p>\n<p>Das zur Einf\u00fchrung der VS beschlossene Gesetz bietet eine sichere Grundlage f\u00fcr manche Aspekte studentischer Interessenvertretung, bleibt jedoch an vielen Punkten hinter den Forderungen der Landesstudierendenvertretung BaW\u00fc zur\u00fcck. Zum Beispiel schr\u00e4nkt es Kompetenzen in Bereichen, die auch von den Studentenwerken wahrgenommen werden, politische \u00c4u\u00dferungen sowie die Gesch\u00e4ftsf\u00e4higkeit der Verfassten Studierendenschaft ein. Zudem sieht es dreimal so viele Finanzkontrollen wie in jedem anderen Bundesland vor.<\/p>\n<p>Im Folgenden sind neben einer allgemeinen Erl\u00e4uterung der aktuellen und bisherigen Situation in Baden-W\u00fcrttemberg die Gremien, die Auswirkungen auf die Rechtsf\u00e4higkeit, die Selbstorganisation, die Studienbeitr\u00e4ge, die Finanzverwaltung und das Mandat der Studierenden kurz dargestellt. Weiter unten findet ihr au\u00dferdem Infos zur Geschichte der Verfassten Studierendenschaft bis 1977 und der Unabh\u00e4ngigen Modelle 1977-2012.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur VS gibt es u.a. auf der<span>\u00a0<\/span><a title=\"Weitere Informationen auf der Website des Studierendenrates\" href=\"http:\/\/www.stura.uni-heidelberg.de\/der-weg-zur-verfassten-studierendenschaft.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Website des Studierendenrates<\/a>. Den<span>\u00a0<\/span><a href=\"http:\/\/mwk.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/pdf\/hochschulen\/Verfasste-Studierendenschaft\/GBl-2012_457.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesetzestext des VerfStudG<\/a><span>\u00a0<\/span>findet ihr auf der<span>\u00a0<\/span><a href=\"http:\/\/mwk.baden-wuerttemberg.de\/hochschulen\/verfasste-studierendenschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seite des Ministeriums f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst<\/a>. Eine \u00e4u\u00dferst ausf\u00fchrliche Kommentierung des Gesetzes findet sich auf der<span>\u00a0<\/span><a href=\"http:\/\/www.verfasste-studierendenschaft.de\/page\/vs---aber-richtig\/was-wird-gesetzlich-geplant.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">landesweiten Seite zur VS.<\/a><\/p>\n<p>Wenn ihr Fragen zur Bedeutung des Gesetzes habt, wendet euch an<span>\u00a0<\/span><a title=\"fachschaft@mathphys.fsk.uni-heidelberg.de\" href=\"mailto:fachschaft@mathphys.fsk.uni-heidelberg.de\">fachschaft@mathphys.fsk.uni-heidelberg.de<\/a><\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wiedereinfuehrung_201213\" ez-toc-data-id=\"#Wiedereinfuehrung_201213\"><\/span>Wiedereinf\u00fchrung 2012\/13<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>In Baden-W\u00fcrttemberg gab es schon einmal eine VS, die jedoch 1977 sicherheitshalber wieder abgeschafft wurde, um die Studierenden vor politischen Dummheiten zu bewahren. Stattdessen richtete man einen rein beratenden Senatsausschuss unter Rechtsaufsicht des Rektors ein, den man einfach genauso wie die bisherige Studierendenvertretung als<span>\u00a0<\/span><em>\u201eAStA\u201c<\/em><span>\u00a0<\/span>bezeichnete. Dieser durfte weder zu Fragen des Studiums, noch zu Problemen einzelner Fachbereiche oder politischen Fragen (z.B. BAf\u00f6G oder Semesterticket) aktiv werden.<\/p>\n<p>Daraufhin schufen die Studierenden parallel zum \u201eAStA\u201c ihre eigene Vertretung, die als unabh\u00e4ngige Gremien bezeichnet wurden. Um sich vor Ort f\u00fcr die Belange der Studierenden eines Fachbereichs einzusetzen, legitimierten sich u.a. unabh\u00e4ngige Fachschaften und Institutsgruppen durch \u00f6ffentliche Treffen und bildeten mit der<span>\u00a0<\/span><em>\u201eFachschaftskonferenz\u201c (FSK)<\/em><span>\u00a0<\/span>einen universit\u00e4tsweiten Zusammenschluss.<\/p>\n<p>In den F\u00e4chern Mathematik, Physik und Informatik \u00fcbernimmt diese Aufgabe seit 1983 die Fachschaft MathPhys. Im Zuge der Einf\u00fchrung der VS hat der Zusammenschluss MathPhys sich formal wieder in die drei Teilfachschaften Mathematik, Physik und Informatik aufgeteilt.<\/p>\n<p>Nach der Wiedereinf\u00fchrung der VS haben die Studierenden am 13. bis 15. Mai 2013 per Urabstimmung \u00fcber die Struktur der VS abgestimmt. Dabei standen zwei Modelle zur Auswahl:<\/p>\n<ul>\n<li><em>der Studierendenrat (StuRa)<\/em><span>\u00a0<\/span>\u2013 ein Modell mit nur einer Kammer<\/li>\n<li>das Zweikammernmodell:<span>\u00a0<\/span><em>Studierendenparlament (StuPa)<\/em><span>\u00a0<\/span>und<span>\u00a0<\/span><em>Fachschaftskonferenz (FSK)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00e4hrend unsere Fachschaft einen Konsens f\u00fcr das Zweikammernmodell gefunden hatte, hat sich bei der Urabstimmung die Mehrheit der Studierenden mit 58.87% f\u00fcr das StuRa-Modell ausgesprochen.<\/p>\n<p>Alle Studierenden sind qua Immatrikulation automatisch Mitglied der Verfassten Studierendenschaft. Weil sie die einzige M\u00f6glichkeit zur Partizipation an legitimierter Studierendenvertretung ist und ihre Leistungen f\u00fcr alle Studierenden offen stehen m\u00fcssen, ist ein Austritt nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_Gremien_der_VS\" ez-toc-data-id=\"#Die_Gremien_der_VS\"><\/span>Die Gremien der VS<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Die Heidelberger VS wird sich in sog.<span>\u00a0<\/span><em>Studienfachschaften<\/em><span>\u00a0<\/span>gliedern. Diese umfasst alle Studierenden eines Fachs \u2013 in eurem Fall also Mathematik, Physik oder Informatik. Auf Ebene der Studienfachschaften wird es zwei Organe geben:<\/p>\n<ul>\n<li>die<span>\u00a0<\/span><em>Vollversammlung<\/em><\/li>\n<li>einen gew\u00e4hlten<span>\u00a0<\/span><em>\u201eFachschaftsrat\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>In den Fachschaften Mathematik, Physik und Informatik haben wir uns daf\u00fcr entschieden, den Fachschaftsrat als lediglich ausf\u00fchrendes Organ zu gestalten \u2013 die Entscheidungskompetenzen liegen bei der regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Vollversammlung, der<span>\u00a0<\/span><em>\u201eFachschaftssitzung\u201c<\/em>. Ihr k\u00f6nnt also, ohne euch extra w\u00e4hlen lassen zu m\u00fcssen, jederzeit auf Fachschaftsebene mitarbeiten und mitentscheiden.<\/p>\n<p>Eine oder mehrere Studienfachschaften werden formal wiederum zu<span>\u00a0<\/span><em>Fakult\u00e4tsfachschaften<\/em><span>\u00a0<\/span>gez\u00e4hlt (z.B. die Studienfachschaften Mathematik und Informatik zur Fakult\u00e4tsfachschaft Mathematik und Informatik).<\/p>\n<p>Auf zentraler (fach\u00fcbergreifender) Ebene wird es nur ein einziges legislatives Organ der Studierendenschaft geben: den StuRa.<br \/>Er beschlie\u00dft \u00fcber alle zentralen Belange der Studierendenschaft (H\u00f6he der Beitr\u00e4ge, finanzen, Wahl der Referate, etc.) und besteht aus VertreterInnen aller Studienfachschaften, die von diesen entsandt werden (64 Personen) sowie aus direkt durch die Studierenden gew\u00e4hlten Mitgliedern.<br \/>Die Anzahl direkt gew\u00e4hlter Mitglieder skaliert mit der Wahlbeteiligung und liegt zwischen 0 Personen (bei 0% Beteiligung) und ebenfalls 64 Personen (bei 50% oder h\u00f6herer Beteiligung).<\/p>\n<p>Das exekutive Organ der VS wird in Heidelberg die sog.<span>\u00a0<\/span><em>\u201eReferatekonferenz\u201c (RefKonf)<\/em><span>\u00a0<\/span>sein. Sie besteht aus vom StuRa f\u00fcr bestimmte Aufgabenbereiche (z.B. Kommunales, \u00d6kologie, Hochschulpolitik, Soziales, \u2026) gew\u00e4hlten ReferentInnen, welche Beschl\u00fcsse des StuRa umsetzen und \u2013 sofern der StuRa nicht beschlussf\u00e4hig ist \u2013 eigenst\u00e4ndig im Namen der Studierendenschaft entscheiden.<\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Rechtsfaehigkeit\" ez-toc-data-id=\"#Rechtsfaehigkeit\"><\/span>Rechtsf\u00e4higkeit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Der bisherige \u201eAStA\u201c ist ein Ausschuss im Gesamtgebilde Universit\u00e4t. Durch die VS wird die Studierendenvertretung (jedoch nur als Ganzes \u2013 nicht ihre Organe) zu einer eigenst\u00e4ndigen, rechtsf\u00e4higen Teilk\u00f6rperschaft innerhalb der Universit\u00e4t. Dadurch kann sie selbst Vertr\u00e4ge abschlie\u00dfen und so z.B. mit den Verkehrsbetrieben direkt \u00fcber das Semesterticket verhandeln.<\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Satzungshoheit\" ez-toc-data-id=\"#Satzungshoheit\"><\/span>Satzungshoheit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Die VS hat sich eine eigene Organisationssatzung gegeben, in der sie die Organe und Zust\u00e4ndigkeiten festh\u00e4lt. Prinzipiell sind die verschiedensten Elemente, von Vollversammlungen \u00fcber gew\u00e4hlte Fachschaftsr\u00e4te, entsendete Fachschaftskonferenzen, bis zum gew\u00e4hlten Studierendenparlament oder auch eine Kombination davon m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Das Gesetz macht dazu allerdings einige Vorgaben.<br \/>Die Vorgaben des Gesetzes sehen leider auf hochschulweiter Ebene nur drei M\u00f6glichkeiten\/Kombinationen vor: entweder eine Vollversammlung aller Studierender, zentral gew\u00e4hlte VertreterInnen (Parlamentsmodell), oder entsandte VertreterInnen aus dezentral gew\u00e4hlten Organen (StuRa-Modell). Damit kann das bisherige Heidelberger unabh\u00e4ngige Modell der Studierendenvertretung nicht 1:1 in die VS \u00fcbernommen werden. Denn offene Fachschaften, die VertreterInnen auf die hochschulweite Ebene entsenden, widersprechen den vertretungsdemokratischen Pr\u00e4missen des Gesetzes.<\/p>\n<p>Auch die Fachschaften m\u00fcssen sich konstituieren. Die Satzung der VS sieht hierbei ein Regelmodell vor, falls die Fachschaften keine eigenen Satzungsvorschl\u00e4ge einbringen, welche dann im StuRa beschlossen werden m\u00fcssen. \u00dcber die Satzungen der Studienfachschaften Physik, Mathematik und Informatik haben im Januar 2014 die Studierenden in einer Urabstimmung abgestimmt. Alle Satzungen wurden angenommen und stehen hier zum Download bereit:<\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Fachschaft Informatik\" href=\"http:\/\/www.stura.uni-heidelberg.de\/fileadmin\/Dokumente\/VS\/Studienfachschaftssatzungen\/FSSatzung_Informatik.pdf\">Fachschaft Informatik<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Fachschaft Mathematik\" href=\"http:\/\/www.stura.uni-heidelberg.de\/fileadmin\/Dokumente\/VS\/Studienfachschaftssatzungen\/FSSatzung_Mathematik.pdf\">Fachschaft Mathematik<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Fachschaft Physik\" href=\"http:\/\/www.stura.uni-heidelberg.de\/fileadmin\/Dokumente\/VS\/Studienfachschaftssatzungen\/FSSatzung_Physik.pdf\">Fachschaft Physik<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Beitragshoheit\" ez-toc-data-id=\"#Beitragshoheit\"><\/span>Beitragshoheit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Die VS kann von allen Studis Beitr\u00e4ge erheben, die zusammen mit dem sonstigen Semesterbeitrag eingezogen werden. Mit der Einf\u00fchrung der VS wurde leider nicht festgeschrieben, dass das bisherige von der Uni verwaltete Budget des \u201eAStA\u201c, auf das die Studierendenvertretung zur\u00fcckgreift, bestehen bleibt. Deshalb erhebt die VS einen Beitrag von derzeit 7,50\u20ac pro Semester. Damit wird nicht nur die bisherige Arbeit fortgef\u00fchrt, sondern auch die Etablierung und F\u00f6rderung neuer studentischer Projekte, besserer Kampagnen zur Vertretung der studentischen Interessen und mehr Service erm\u00f6glicht.<\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Finanzautonomie\" ez-toc-data-id=\"#Finanzautonomie\"><\/span>Finanzautonomie<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Bisher war die FSK bei s\u00e4mtlichen Finanzentscheidungen auf den guten Willen der Univerwaltung angewiesen, da die Finanzhoheit bei der Uni und nicht der Studierendenschaft lag. Dies \u00e4ndert sich nun endlich! Die VS entscheidet \u00fcber ihr eigenes Geld selbst.<\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Wirtschaftspl\u00e4ne\" href=\"https:\/\/www.stura.uni-heidelberg.de\/referate\/finanzen\/haushaltsplan-der-vs-und-finanzplaene-fsen.html\">Wirtschaftspl\u00e4ne<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Mandat\" ez-toc-data-id=\"#Mandat\"><\/span>Mandat<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Bisher ist der offizielle, sogenannte \u201eAStA\u201c mit einem sportlichen, kulturellen, musischen und eingeschr\u00e4nkt sozialen Mandat ausgestattet. Mit dem Gesetz erh\u00e4lt die neue VS zus\u00e4tzlich zu den alten Kompetenzen ein hochschulpolitisches und soziales Mandat; sie darf sich au\u00dferdem zum Wirken der Hochschule in der Gesellschaft \u00e4u\u00dfern, z.B. durch Technikfolgenabsch\u00e4tzung, sowie die politische Bildung der Studierenden<br \/>f\u00f6rdern. In diesem Sinne hat sie ein politisches Mandat. Dabei ist sie an das \u00fcbliche Neutralit\u00e4tsgebot f\u00fcr staatliche Organe mit Pflichtmitgliedschaft gebunden, darf also z.B. keine Werbung f\u00fcr religi\u00f6se oder parteipolitische Strukturen machen.<\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Unsere_Gruende_fuer_die_Unterstuetzung_des_StuPaFSK-Modells\" ez-toc-data-id=\"#Unsere_Gruende_fuer_die_Unterstuetzung_des_StuPaFSK-Modells\"><\/span>Unsere Gr\u00fcnde f\u00fcr die Unterst\u00fctzung des StuPa\/FSK-Modells:<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Als Fachschaft hatten wir vor der Urabstimmung einen Konsens f\u00fcr das StuPa\/FSK-Modell gefunden. Hier sind einige der zentralen \u00dcberlegungen, die uns dazu gef\u00fchrt haben:<\/p>\n<p><strong>Eine vs. zwei Kammern<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt haupts\u00e4chlich zwei Strukturen studentischer Beteiligung:<\/p>\n<p>Die eine ist die Fachschaft. Hier engagieren sich Studierende, deren prim\u00e4res Interesse darin liegt, auf Fach- und Universit\u00e4tsebene f\u00fcr bessere Verh\u00e4ltnisse in ihrem Studienfach einzutreten. Kernpunkte der Fachschaftsarbeit k\u00f6nnen Studien- und Pr\u00fcfungsordnungen, Struktur- und Entwicklungspl\u00e4ne der Institute, Lehrveranstaltungsplanung, Studienberatung sowie das \u201eTagesgesch\u00e4ft\u201c (z.B. die Vermittlung mit dem Institut\/Seminar bzw. Fakult\u00e4t bei Problemen einzelner Studis).<\/p>\n<p>Die zweite Struktur ist die<span>\u00a0<\/span><em>allgemeine Hochschulgruppe<\/em>. Hier treffen sich Studierende aller Fachrichtungen, die ein h\u00e4ufig spezielles Interesse zusammenbringt. Beispiele sind die gewerkschaftlichen, parteipolitischen oder sozialen Hochschulgruppen (z.B.<span>\u00a0<\/span><em>\u201eStudieren Ohne Grenzen\u201c<\/em><span>\u00a0<\/span>oder die<span>\u00a0<\/span><em>\u201eAmnesty International Hochschulgruppe\u201c<\/em>). Diese haben einen engeren Fokus als Fachschaften, sind in ihrem jeweiligen \u201eFachgebiet\u201c jedoch meist deutlich besser aufgestellt. Themen, die Hochschulgruppen bearbeiten, sind beispielsweise die Frage nach einem Tarifvertrag f\u00fcr studentische Hilfskr\u00e4fte oder die Einf\u00fchrung von \u00d6kostrom an der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Beobachtung zeigt, dass die beschriebenen Interessenslagen h\u00e4ufig disjunkt sind \u2013 Fachschaften bearbeiten nur sehr selten Themen wie Tarifl\u00f6hne oder Energiemanagement, umgekehrt ist uns kein Fall bekannt, in dem eine Hochschulgruppe schon konkrete Pr\u00fcfungsordnungen bearbeitet oder kommentiert h\u00e4tte.<br \/>Was die studentische Selbstverwaltung angeht, steht den beiden Strukturen eine nat\u00fcrliche Gliederung der Interessensvertretung innerhalb der Universit\u00e4t gegen\u00fcber:<br \/>Auf der einen Seite liegt der Komplex der sog.<span>\u00a0<\/span><em>akademischen Selbstverwaltung<\/em><span>\u00a0<\/span>\u2013 also die Arbeit in den inneruniversit\u00e4ren Gremien wie Fakult\u00e4tsrat\/Studienkommission, Senat oder Fachrat. Insbesondere bei den dezentralen Organen liegt die inhaltliche Kompetenz eindeutig auf Seiten der Fachschaften. Demgegen\u00fcber liegt der Bereich der<span>\u00a0<\/span><em>gemeinsamen politischen Willensbildung<\/em><span>\u00a0<\/span>innerhalb der Studierendenschaft insbesondere zu allgemeinpolitischen Themen mit Hochschulbezug, der mit der VS nochmals ausgeweitet wurde. Dort liegt die Kompetenz eher bei den zuvor beschriebenen Hochschulgruppen.<\/p>\n<p>Dieses nat\u00fcrliche Nebeneinander von verschiedenen Kompetenzfeldern, die sich zuf\u00e4llig auch noch mit den Interessenslagen der verschiedenen Formen von Akteuren decken, legt unserer Meinung nach die Idee nahe, ein dies ber\u00fccksichtigendes Zweikammernmodell f\u00fcr die verfasste Studierendenschaft vorzulegen. Darin existieren zwei Kammern \u2013 das Studierendenparlament und die Fachschaftskonferenz.<br \/>Der Kompetenzrahmen beider Gremien wird von der Satzung gesteckt, sodass die von Kritikern h\u00e4ufig bef\u00fcrchteten \u201eKompetenzgerangel\u201c nicht auftreten k\u00f6nnen \u2013 so sind beispielsweise s\u00e4mtliche Fragen aus dem Bereich der akademischen Selbstverwaltung (Studien- und Pr\u00fcfungsordnungen, etc.) exklusiv der Fachschaftenkammer (FSK) vorbehalten.<br \/>Die FSK stellt in wichtigen Aussch\u00fcssen (<em>Schlichtungskommission<\/em>,<span>\u00a0<\/span><em>Finanzausschuss<\/em>) ebenso wie das StuPa jeweils zwei Mitglieder, sodass ein<br \/>einfaches \u201e\u00fcberstimmen\u201c der anderen Kammer nicht m\u00f6glich ist.<br \/>An den Aufgaben des Studierendenparlaments wirkt die FSK insofern mit, als dass sie \u2013 wenn sie dies m\u00f6chte \u2013 gegen alle Beschl\u00fcsse des Parlaments ein Veto einlegen kann (Ein Veto des Parlaments gegen die FSK existiert hingegen nicht).<br \/>Im Zweikammernmodell hat die FSK neben den eben beschriebenen Entscheidungskompetenzen vor allem vernetzende Aufgaben, sie soll ein Forum sein, in dem sich Fachschaftler_innen zu den ihnen wichtigen Themen vernetzen k\u00f6nnen, in dem sie Ideen zur Gestaltung von Studieng\u00e4ngen austauschen und Strategien zur Durchsetzung studentischer Interessen in ihren F\u00e4chern diskutieren k\u00f6nnen. Dieser Aspekt der Vernetzung kommt nach Aussage vieler FachschaftlerInnen im momentanen<span>\u00a0<\/span><em>Einkammern-U-Modell<\/em><span>\u00a0<\/span>deutlich zu kurz.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch in Hochschulgruppen Menschen, die Interesse an Fachschaftsarbeit haben und selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch in Fachschaften Menschen, die Vorstellungen und Ideen zum Thema Mindestl\u00f6hne oder \u00d6kostrom beitragen k\u00f6nnen und wollen. Die St\u00e4rke eines Zweikammernmodells ist, dass dies problemlos m\u00f6glich ist, aber nicht erzwungen wird \u2013 sofern eine Fachschaft gerne \u00fcber ihre genuinen Aufgabenfelder hinaus in der Parlamentskammer mitwirken m\u00f6chte, kann sie jederzeit durch Listenwahl Vertreter_innen in das Studierendenparlament schicken. Sie wird jedoch nicht \u2013 wie in einem Einkammernmodell zwangsl\u00e4ufig der Fall \u2013 hierzu gezwungen.<br \/>Letzteres w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass \u2013 wie es aktuell im Ein-Kammern-U-Modell beobachtbar ist \u2013 zahlreiche Fachschaften aufgrund des hohen allgemeinpolitischen Anteils der Arbeit schlicht nicht mehr erscheinen, obwohl sie auf Ebene ihres Faches durchaus aktiv sind.<br \/>(Bemerkung: Die FSK feierte k\u00fcrzlich die h\u00f6chste Beteiligung seit Jahren mit 21 von 50 anwesenden Fachschaften \u2013 regul\u00e4r anwesend sind etwa 10 von 50)<\/p>\n<p>Die Zweikammer-Aufteilung tr\u00e4gt insofern nicht nur dazu bei, politisch Aktive individuell zu entlasten, sondern auch die Motivation und damit das Engagement f\u00fcr die Verfasste Studierendenschaft insgesamt zu erh\u00f6hen. Es geht darum, zielgerichtetes Arbeiten zu erm\u00f6glichen, anstatt von mehr als dreist\u00fcndigen Mammutsetzungen frustriert zu werden. (Schon in der jetzigen FSK sind sehr lange Sitzungen von bis zu x Stunden keine Seltenheit. Es ist davon auszugehen, dass die L\u00e4nge der Sitzungen nach Einf\u00fchrung der VS bei einem Ein-Kammer-Modell sogar eher noch gr\u00f6\u00dfer werden wird.)<\/p>\n<p><strong>Stimmrecht f\u00fcr die Fachschaften<\/strong><\/p>\n<p>Im Studierendenratsmodell haben Fachschaften mit weniger als 100 Studierenden kein Stimmrecht. Das betrifft nach unserem letzten Stand circa 13 Fachschaften. Das Argument, diese Fachschaften k\u00f6nnten sich zusammenschlie\u00dfen, erscheint uns nicht ausreichend, Fachschaften sollten sich, wenn \u00fcberhaupt, aus inhaltlichen Gr\u00fcnden zusammenschlie\u00dfen, nicht aus taktischen. Im StuPa\/FSK-Modell hat jede Fachschaft unabh\u00e4ngig von ihrer Gr\u00f6\u00dfe mindestens eine Stimme, was uns deutlich sinnvoller und fairer erscheint.<\/p>\n<p><strong>Struktur und Wahltaktik<\/strong><\/p>\n<p>Im StuPa\/FSK-Modell ist die Gr\u00f6\u00dfe der Organe so festgelegt, dass diese unserer Erfahrung nach arbeitsf\u00e4hig bleiben. So hat das StuPa etwa 31 Sitze, was der Gr\u00f6\u00dfe der Universit\u00e4t angemessen, aber auch nicht zu gro\u00df ist. Im Modell des Studierendenrats schwankt die Anzahl der Mitglieder je nach aktuellen Zusammenschl\u00fcssen unter der Fachschaften und je nach Wahlbeteiligung zwischen etwa 40 und 80 Mitgliedern. Davon abgesehen, dass ein Gremium aus 80 Personen aus unserer Sicht kaum noch effizient arbeiten kann, halten wir es f\u00fcr au\u00dferordentlich problematisch, dass sowohl die absolute Gr\u00f6\u00dfe des StuRa, als auch seine strukturelle Zusammensetzung (Sitze f\u00fcr Fachschaften vs. Sitze f\u00fcr Hochschulgruppen) sich jedes Jahr derart dramatisch ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p><strong>Autonome Referate<\/strong><\/p>\n<p>Beide Modelle (StuPa\/FSK und StuRa) sehen die Einrichtung sogenannter autonomer Referate vor, die spezielle Themen weisungsungebunden bearbeiten (z.B. ein Referat f\u00fcr chronisch Kranke Studierende und Studierende mit Behinderung oder ein Referat f\u00fcr Betroffene von Rassismus und Diskriminierung aufgrund kultureller Zuschreibungen).<\/p>\n<p>Diese Referate begr\u00fc\u00dfen wir sehr. Allerdings gibt es auch hier wieder einen gro\u00dfen Unterschied zwischen den beiden Satzungsmodellen:<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die autonomen Referate im StuPa\/FSK-Modell vollwertige Mitglieder im Vorstand der Studierendenschaft sind, haben sie im StuRa-Modell kein Stimmrecht, sondern d\u00fcrfen lediglich beratend an den Vorstandssitzungen teilnehmen. Das halten wir f\u00fcr ein fatales Signal an die von diesen Referaten vertretenen Studierenden. Insofern halten wir auch in diesem Punkt die Regelung des StuPa\/FSK-Modells f\u00fcr eindeutig vorteilhafter.<\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_Verfasste_Studierendenschaft_VS_als_demokratische_Interessenvertretung_1945-1977\" ez-toc-data-id=\"#Die_Verfasste_Studierendenschaft_VS_als_demokratische_Interessenvertretung_1945-1977\"><\/span>Die Verfasste Studierendenschaft (VS) als<br \/>demokratische Interessenvertretung 1945-1977<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>Bereits in den 1920ern gab es<span>\u00a0<\/span><em>Studentenschaften<\/em><span>\u00a0<\/span>(StudentINNEN wurden damals nicht erw\u00e4hnt), welche die demokratische Interessenvertretung der Studierenden in der Weimarer Republik aus\u00fcben sollten. Sie waren in der Deutschen Studentenschaft zusammengeschlossen. Diese wurde jedoch in den 1930ern schnell vom nationalsozialistischen deutschen Studentenbund dominiert. Im Zuge der Gleichschaltung im NS-Faschismus ersetzte die Deutsche Studentenschaft ihre einst demokratische Struktur durch das F\u00fchrerprinzip.<\/p>\n<p>Als die Alliierten 1945 die VS in ihrer modernen Form als demokratische Interessenvertretung der Studierenden einf\u00fchrten, war dies ein Bruch mit dem F\u00fchrerprinzip und ein wichtiger Schritt zur Demokratisierung. Studierende sollten, da ihnen sp\u00e4ter gr\u00f6\u00dfere gesellschaftliche Verantwortung zukommen w\u00fcrde, demokratische Verhaltensweisen, Meinungsbildung und Interessenvertretung \u00fcben. Dazu waren sie mit einem umfassenden politischen Mandat ausgestattet. Die Hochschule wurde als wichtiger Teil der neu aufzubauenden demokratischen Gesellschaft gesehen und eine \u00c4u\u00dferung der Studierendenschaft zu allgemeinen gesellschaftlichen Fragen war deshalb erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend kritische \u00c4u\u00dferungen des<span>\u00a0<\/span><em>AStA Marburg<\/em><span>\u00a0<\/span>zum Mauerbau 1961 keinerlei Ansto\u00df in der etablierten Politik hervorriefen, \u00e4nderte sich dies schlagartig mit der Generation der \u201e1968er\u201c. Sobald die kritischen politischen \u00c4u\u00dferungen der VS nicht mehr gegen die Politik des Ostblocks, sondern gegen die BRD-Politik von Notstandsgesetzen bis Schah-Besuch gerichtet waren, wurden Stimmen laut, dass die Studierendenschaft ja \u00fcberhaupt nichts zu solchen allgemeinpolitischen Dingen sagen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Infolge dieser Debatte wurde das Mandat der VS in vielen Bundesl\u00e4ndern explizit eingeschr\u00e4nkt. In Berlin wurde die VS bereits 1969 abgeschafft (und Ende der 1970er wiedereingef\u00fchrt), in Bayern 1973 (bis dato). Baden-W\u00fcrttemberg folgte auf Bestreben des Ex-NS-Marinerichters und CDU-Ministerpr\u00e4sidenten<span>\u00a0<\/span><em>Filbinger<\/em><span>\u00a0<\/span>1977. Dies ging einher mit der Enteignung der Verm\u00f6gen der Verfassten Studierendenschaften, die dem Land zufielen, und der \u00dcbertragung s\u00e4mtlicher Verwaltungsrechte und Beteiligungen an Wohnheimen, Mensen, Hochschulsport etc. an die Hochschulen und Studentenwerke.<\/p>\n<p>Das Landeshochschulgesetz sah seitdem nunmehr vor, dass der \u201eAStA\u201c keine eigenst\u00e4ndige, rechtsf\u00e4hige, finanziell unabh\u00e4ngige Interessenvertretung mehr war, sondern nur noch ein studentischer Senatsausschuss mit sportlichem, musischem, kulturellem und eingeschr\u00e4nktem sozialen Mandat. Dieser \u201eAStA\u201c darf sich nicht einmal zu ureigenen studentischen Angelegenheiten, wie der Einf\u00fchrung des Bachelor und Master Systems, dem BAf\u00f6G oder dem Semesterticket \u00e4u\u00dfern. Seine Mittel werden nicht von legitimierten Studierenden, sondern von der Hochschulverwaltung verwaltet; jede Ausgabe ist von deren Goodwill abh\u00e4ngig. Au\u00dferdem kann er, da er als Ausschuss keine juristische Person ist, keine Vertr\u00e4ge abschlie\u00dfen, sodass selbst Eink\u00e4ufe f\u00fcr Studipartys mit pers\u00f6nlichem Risiko der engagierten Studis verbunden sind.<\/p>\n<h4><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_Unabhaengigen_Modelle_als_DIY-Interessenvertretung_1977-2012\" ez-toc-data-id=\"#Die_Unabhaengigen_Modelle_als_DIY-Interessenvertretung_1977-2012\"><\/span>Die Unabh\u00e4ngigen Modelle als DIY-Interessenvertretung 1977-2012<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n<p>In Bayern f\u00fchrte die Abschaffung der VS zu einer Entpolitisierung der Studierendenvertretungen \u2013 nicht so in Baden-W\u00fcrttemberg. Dort bildeten sich, sobald das Ausma\u00df der Einschr\u00e4nkungen deutlich wurde, prompt auf eigene Faust unabh\u00e4ngige Modelle (<em>\u201eU-Modelle\u201c<\/em>) der Studierendenvertretung und f\u00fchrten die Arbeit der ehemaligen VS in vollem Umfang weiter.<\/p>\n<p>In der Regel waren diese U-Modelle basisdemokratisch und partizipatorisch ausgerichtet, immer jedoch demokratisch. In Heidelberg war die unabh\u00e4ngige Studierendenvertretung bis zur Wiedereinf\u00fchrung der VS die Fachschaftskonferenz (FSK), doch jede Hochschule in Baden-W\u00fcrttemberg hat ihr eigenes U-Modell, ihren eigenen speziellen Erfordernissen entsprechend. Die U-Modelle bildeten sich schlie\u00dflich ohne jede gesetzliche Grundlage aus dem politischen Diskurs unter den Studierenden an jeder Hochschule heraus.<\/p>\n<p>Der \u201eTrick\u201c der U-Modelle ist, dass sie als \u201eU-AStA\u201c bzw. \u201eFSK\u201c nat\u00fcrlich jede beliebige Stellungnahme machen konnten, egal ob der gesetzlich verankerte \u201eAStA\u201c das durfte oder nicht. Ihre Mittel bezogen die unabh\u00e4ngigen Modelle daher, dass sie bei den Senatswahlen eine Mehrheit im gesetzlichen \u201eAStA\u201c erlangen und dessen Mittel an ihre Strukturen \u00fcbertragen. So konnte trotz der formalen Einschr\u00e4nkung der demokratischen Mitbestimmungsrechte der Studierenden im Landeshochschulgesetz eine umfassende politische studentische Interessenvertretung \u00fcber 35 Jahre hinweg aufrechterhalten werden. Allerdings sind die unabh\u00e4ngigen Studierendenvertretungen einschlie\u00dflich der FSK formal betrachtet blo\u00df ein beliebiger Haufen Studis und ihre Handlungsm\u00f6glichkeiten durch diesen rechtlichen Status stark eingeschr\u00e4nkt. Das hat sich mit der Wiedereinf\u00fchrung der VS in Baden-W\u00fcrttemberg endlich ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p><em><\/em><\/p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>StuRa \u2013 HistorischDer\u00a0StuRa\u00a0ist das zentrale legislative Organ der VS. 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